NPD-Parteiseite auf Facebook gelöscht
Wie ich heute mitbekommen habe, wurde die Partei-Seite der NPD auf Facebook aufgrund zu vieler Beschwerden von Usern gelöscht. Darunter musste ich geradezu euphorische Beiträge lesen, die das Ganze feierten wie den Sieg einer Fußball-WM.
Was denkt ihr über die NPD und solche Jubelschreie im Zuge einer Seitenlöschung?
Ich persönlich halte davon relativ wenig und muss sagen, dass die ganze Hetzjagd auf die NPDler einfach überzogen ist. Man versucht sich etwas darauf einzubilden, sich offenkundig gegen rechten Extremismus auszusprechen und feiert solche banalen Dinge wie einen Endsieg. Die NPD ist meines Erachtens nur ein Symptom einer Krankheit, die Faschismus heißt. Symptome zu bekämpfen, mag vielleicht den Verlauf verzögern, doch kuriert wird dadurch keiner. Nicht die NPD muss man demnach bekämpfen, sondern das Gedankengut, das dahinter steht. Doch wie will man in einem freien Staat eine Gesinnung verändern? Aufklärung schreien da viele, doch wie soll diese aussehen?
Man kann zu diversen Veranstaltungen einladen und noch so viele Programme gegen rechtes Denken starten, doch wird man damit zu keiner Lösung finden. Die Argumente der Rechten sind simpel gestrickt und genau hier liegt das Problem. Wer solch einfachen Argumentationen sein Amen schenkt, ist meist kein Einstein und demnach sehr schwer dazu zu bewegen, die Ziele und Ansichten der Partei moralisch und ethisch zu hinterfragen.
Beseitigen lässt sich dieses Gedankengut ebenso wenig wie das der Linken. Man muss eben akzeptieren, dass verschiedene Ansichten vertreten werden und ob man diese nun gut oder schlecht findet, ist bis zu dem Punkt irrelevant, an dem sie das öffentliche Leben gefährden. Soll heißen, dass man die NPDler in Ruhe lassen und mit ihren paar Prozenten spielen lassen sollte, so lange sie damit keinem aktiv schaden. Bei gewaltsamen Übergriffen muss natürlich eingegriffen werden, doch ist auch hier die Begründung, die Täter seien Mitglieder der NPD gewesen, eher hinkend.
Auch ein NPD-Parteiverbot würde nur eines bewirken; eine Neugründung unter anderem Namen. Das hat man in der Geschichte schon mehrmals erleben dürfen und wird es auch in Zukunft noch erleben. Und auch der Satz “Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist ein Verbrechen” ist meiner Meinung nach Blödsinn. Immerhin ist ein Gedankengut – und ist es auch noch so extremistisch – nur ein Gedanke. Man kann auch keinen als Mörder – gleichbedeutend eines Verbrechers – bezeichnen, weil er mal über einen Mord nachgedacht hat. Meinung ist Meinung und so lange damit keine Dritten in deren Leben eingeschränkt werden eben hinzunehmen.
Mir ist auch durchaus bewusst, dass bei Veranstaltungen der NPD mitunter zu Gewalttaten animiert wird, und diese Kundtaten müssen selbstverständlich auch unterbunden werden. Doch ein Parteiverbot ist und bleibt ein kleiner Steinwurf in einen großen, rechten See. Die Wellen, die dadurch losgetreten werden, erschüttern die Gesinnung der Anhänger praktisch nicht. Die Ausbreitung des Gedankenguts einzudämmen, ist das Einzige, was man durch Aufklärungsarbeit erreichen kann. Die Ausrottung des Faschismus ist und bleibt ein utopischer Traum.
BK-Rockcity Pt. 1
Heute während einer Vorlesung kam mir eine Idee. Besser gesagt mich überkam ein Drang. Ich wollte meine Geschichte, oder auch meine Geschichten aufschreiben. Das ganze nahm vorhin in Form eines litearischen Werkes Gestalt an. “BK-Rockcity” wird der Titel einer Sammlung von Geschichten und Erzählungen aus meinem vergangenen Leben sein, die ich hier episodenweise veröffentlichen werde. Ich würde mich über jeden freuen, der sie tatsächlich auch liest und mir dazu vielleicht einen Kommentar hinterlässt.
Hier jetzt also Die erste Geschichte zusammen mit dem Vorwort:
„BK-Rockcity“ Reflexionen und Erinnerungen eines Teenagers.
Backnang. Seltsamer Name für eine Stadt. Wenn ich mich an den Unterricht in der Grundschule erinnern könnte, könnte ich euch sogar sagen woher er kommt. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ist auch völlig egal. Diese Stadt könnte jeden anderen Namen tragen. Genauso wie ich. Namen sind so eine Sache. Nüchtern gesehen sind Namen völlig bedeutungslos. Ein Name ist nur eine leere Hülle. Erst die Erinnerungen und Geschichten machen einen Namen zu dem was er ist, verleihen ihm Bedeutung, verknüpfen ihn mit einer Sache, einem Individuum. Erst die Erinnerungen und Geschichten die man in diese noch leere Hülle hineingibt, lassen sie zu einem Symbol ihrer selbst werden.
Mein Name ist Passy. Das ist natürlich nicht mein richtiger Name. Es ist mein Spitzname, den ich irgendwann, ich glaube es war in der Grundschule bekommen habe. Die Schreibweise habe ich mir irgendwann selbst angeeignet und sie hat sich in meinem Umfeld auch irgendwann durchgesetzt. Ich möchte mich euch vorstellen. Bis jetzt habt ihr nur einen Namen. Ich werde euch die Geschichten und Erinnerungen zu diesem Namen geben. Wo ich anfangen soll weiß ich nicht. Es ist schwierig einen Einstiegspunkt zu finden in diese vielen Gedanken die im Moment in meinem Kopf kreisen, den ein Leser, der mich nicht kennt, nachvollziehen könnte. Vielleicht erst einmal etwas über den Ort an dem diese übrigens sehr wahren und sehr realen Ereignisse die ich erzählen werde stattgefunden haben. Backnang. Eine kleine Provinzstadt im Großraum Stuttgart. Die Endstation der S-Bahn. Schon sehr treffend. Endstation. Teilweise war es das für mich. Etwas mehr als 40.000 Einwohner, eine Innenstadt mit einem Supermarkt, ein Paar Cafés, Klamottenläden, Spielwarengeschäfte, Bars, Restaurants und so weiter. Ein Puff, zwei Industriegebiete, eine recht ansehnliche Altstadt, das Juze (auf das ich später noch öfter zu sprechen kommen werde), der Plattenwald und große Wohngebiete, die sich um den Stadtkern aufbäumen, in dessen Zentrum die Murr fließt. Hört sich völlig durchschnittlich an. Ist es auch. Vielleicht ist gerade das ja auch das Besondere daran. Wie dem auch sei. Ich werde euch hier in einzelnen Episoden, manchmal kurz, manchmal länger, Geschichten, Anekdoten, Gedanken und andere Dinge aus meinen vergangenen turbulenten Lebensjahren erzählen.
1. Freizeitbeschäftigung
Vierzehn Jahre alt und nur Scheiße im Kopf. So sehe ich mich, wenn ich von jetzt aus zurück blicke. In diesem Alter habe ich meine ersten „richtigen“ Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Zusammen mit meinen Kumpels war es jedes Wochenende die gleiche Tour. Erstmal Alkohol besorgen lassen von demjenigen der schon 16 oder möglicherweise wenn wir ganz viel Glück hatten von jemandem der 18 war. So kamen wir auch an das „harte Zeug“. So viel zum Thema Jugendschutzgesetz. Kids die heutzutage so drauf sind wie wir damals waren, würden wir wohl jetzt als „absturz“ oder abgefuckt bezeichnen. Unser Treffpunkt war die sogenannte „Mauer“, die nicht wirklich eine Mauer sondern einfach ein ca. einen halben Meter hohes Mäuerchen entlang des Murr-Ufers in der Innenstadt war. Dort trafen sich die Kids zum Trinken, Rauchen, Musik hören. Wir hingen mit den Punkern und anderen für unsere Eltern wohl ziemlich unheimlichen Gestalten herum. Einige wenige davon bestimmt drogenabhängig oder Alkoholiker. Das ist aber nur meine Spekulation. Hier saßen wir also alle miteinander herum, lachten, tranken und waren alle relativ glücklich dabei. Dort habe ich auch, soweit ich mich erinnern kann auch angefangen zu Rauchen. Eine Sucht, die ich mittlerweile besiegt habe. Hier habe ich auch zum ersten mal ein Mädchen geküsst. Meine erste „Freundin“ L. und ich. Freundin konnte man das nicht nennen, wir hatten uns geküsst und waren danach „zusammen“. Wie das eben bei pubertierenden Vierzehnjährigen so ist. Davor hatte ich nie etwas mit Mädels zu tun, obwohl ich mir das sehr wünschte. Ich war eher ein Aussenseiter was Mädelsgeschichten anging. Die Mädchen fanden mich unattraktiv, hässlich, seltsam. Ich weiß es nicht genau was es war, jedenfalls war ich definitiv nicht der Mädchenschwarm in unserer Klasse auf dem Gymnasium und möglicherweise habe ich dazu auch selbst einen guten Teil beigetragen ohne es zu bemerken. Jedenfalls war das für mich also wohl ein großer Moment. Das alles hat für mich eine gewisse Komik, wenn ich zurückblicke. Meinen ersten Vollrausch hatte ich dort auch. Wodka mit irgendwelchen Säften, oder eben irgend ein anderer beliebiger Schnaps so mit irgendetwas Anderem gemischt, dass man den Alkohol nicht richtig raus schmeckte. Ich musste kotzen wie ein Reiher. Wie ich an diesem Tag heimgekommen bin weiß ich nicht mehr. Das liegt an keinem Filmriss, sondern einfach daran, dass ich mich nicht daran erinnere. Ich muss wohl kreidebleich gewesen sein und eine Fahne gehabt haben wie zehn russische Matrosen. Ob meine Mutter bei der ich lebte das in diesem Moment gemerkt hat? Keine Ahnung mehr. Tut mir leid. Von einem mal weiß ich allerdings noch, als ich in diesem Alter betrunken heimgekommen bin. Scheiße, das gab Ärger sag’ ich euch. Mords Anschiss, ab auf mein Zimmer, Hausarrest für 2 Wochen. Geschlagen wurde ich soweit ich mich erinnern kann nicht. Es war eine seltsame, wilde, total abgefuckte, aber doch irgendwo schöne Zeit. Der Albtraum aller Eltern. Mitbekommen haben meine davon aber kaum etwas. Entweder weil ich mich geschickt angestellt habe, oder weil es sie nicht interessiert hat. Diese Erinnerung ist teil meiner Person und hat mich auf ihre eigene spezielle weise geprägt.
Passy (2012)
BK-Rockcity Pt. 2
2. Musikalische Früherziehung, oder wie der kleine Passy zum Metal kam.
Allen Vorurteilen und Meinungen über mich zuwider muss ich euch mitteilen, dass ich leider nicht mit einem Bier in der Hand, einem Bart im Gesicht, einem Bandshirt an und laut “SLAAAAAAAYEEEEER!” rufend auf die Welt gekommen bin. Nein. Ich werde euch nun die schreckliche und unbarmherzige Wahrheit erzählen. Vorerst bleibt zu sagen, dass mein Vater und meine Mutter, wahrscheinlich recht unabsichtlich, massiv zu meiner musikalischen Grundprägung beigetragen haben, wofür ich ihnen im Nachhinein sehr dankbar bin. Durch meinen Vater durfte ich von klein auf in den Genuss des Black Sabbath Albums “Paranoid” und diverse andere Platten von größen wie Elvis, den Guns’n'Roses, Led Zeppelin und noch vielen mehr. Von meiner Mutter kamen die Rolling Stones (es existiert ein VHS-Video auf dem ich mit dreieinhalb Jahren splitterfasernackt mit Lockenkopf vor der Stereoanlage zu den Stones abspacke) und die Ärzte. Doch all’ diese guten Vorraussetzungen schützen ein Kind eben nicht vor den widerlichen Fängen der Pop-Industrie. An meine tatsächliche erste eigene CD kann ich mich nicht erinnern. Aber an eine davon kann ich mich leider ganz genau erinnern. Im Alter von ca. 6 Jahren besaß ich das Album “Millenium” von den Backstreet Boys. Der Auffenthaltsort der selbigen ist mir mittlerweile unbekannt. Wohl auch besser so. Ich habe das Ding glaube ich in irgend einer Art Säuberungsaktion vernichtet. Aber Schlonz-Pop dieser Art ist ja nicht tot zu kriegen. Und auch weiter kam es wie es kommen musste. Von Bro’Sis über sämtliche anderen einschlägigen Popstars-Bands und Casting-Mutanten. Alles was so in der BRAVO herumgeisterte, fast alles habe ich mitgemacht. Dann war da noch Eminem, dessen Musik ich saucool fande, jedoch die Texte nicht verstand. Dann waren da noch X-Zibit und die komplette Hip-Hop Schiene aus den USA. Zwischendurch platzen hin und wieder CD’s in mein Leben die zum Beispiel durch meinen Stiefbruder oder irgendwelche Freunde an mich kamen. Slipknot, Pennywise, NOFX und tatsächlich auch schon Iron Maiden. Ich war auf dem richtigen Weg. Aber irgend etwas fehlte noch. Die P!nk, Eminem und Black Eyed Peas CDs waren noch nicht aus meinem CD-Regal verdrängt worden. Dann im Jahr 2003, also jetzt fast ein Jahrzehnt her, passierte es. Auf MTV geisterte es herum. Ich hatte nur davon gehört. Und wäre da nicht der gute Kumpel J. meines Vaters, der später mein Fahrlehrer werden sollte, der ihm eine CD gebrannt hatte, wer weiß was passiert wäre. Mein Dad und ich fuhren in seinem Oldtimer-Cabrio nach Sulzbach um dort bei einem Italiener etwas zu essen. Dad kramt also diese CD vor und sagt: “Hier, leg’ die mal ein. Hat mir der J. gebrannt.” Auf der silbernen Scheibe waren mit schwarzem Edding in krakeliger Schrift die Worte “Metallica – St. Anger” geschrieben. Anger. Dieses Wort gefiel mir auf anhieb. Wut. Zerstörungswut. Dieses Gefühl kannte ich damals, durch die Scheidung meiner Eltern sehr gut. Die ersten Takte des Songs “Frantic” ballern aus den hinter mir befindlichen Boxen heraus und genau in diesem einen wahnsinnigen Moment passiert etwas in mir. Es fuhr durch meinen kompletten Körper. Eine Energie, ein Gefühl, ein Drang allen Frust explodieren zu lassen und ihn in diese Musik fließen zu lassen. Etwas bohrte sich in den tiefsten Punkt meines Hirns und nistete sich dort ein, fuhr seine Krallen aus und ergriff jeden einzelnen Winkel meiner Seele. Ich spürte eine Kraft in mir und eine Verbundenheit mit der Musik wie ich sie nie zuvor im Leben gespürt hatte. Ich war überwältigt. Es fühlte sich düster und böse an. Aber gut düster und böse. Es gab mir Kraft. Es trieb mich an. Es verschlang mich und ich es. Während dem Essen beim Italiener dachte ich nur an eine einzige Sache: “Ich will endlich wieder zurück ins Auto und diese Musik weiterhören!” Ich hab’ Dad die CD natürlich sofort abgenommen und daheim meine Stereoanlage damit gefüttert. Tagelang habe ich dieses Album gehört. Irgendwann kam auf MTV die Show “Viva La Bam”, in der die Band Slayer auftrat. Ich dachte mir, jetzt reichts und rannte am nächsten Tag in den Mediamarkt in Backnang, bewaffnet mit allem Geld, dass ich gespart hatte und kaufte mir drei Alben: “Show No Mercy” von Slayer, “Kill ‘Em All” von Metallica und auf die Empfehlung des Verkäufers hin noch “Ride The Lightning” ebenfalls von Metallica. Und so begann es also. Ich verschlang diese Musik und wollte immer mehr. Diese Musik ist nicht einfach nur Musik. Sie ist ein Lebensgefühl, eine Einstellung, ein Schutzengel und für mich die größte Macht, die ich kenne. Ach ja… und angefangen selbst Musik zu machen habe ich ja auch… aber das ist eine andere Geschichte.
“I need to set my anger free” ~ James Alan Hetfield
Eine Welt – Ein Trauerspiel
Das Schöne von Einst ist nicht mehr! Das könnte man meinen, wenn man die Geschichten aus der “guten alten Zeit” hört, in der “alles besser war”. Doch war dem wirklich so, oder leben wir Menschen in jedem Jahrzehnt und jedem Jahrhundert in derselben Misere?
Meines Erachtens hat sich nicht wirklich etwas verändert. Klar, vieles ist heutzutage deutlich angenehmer und komfortabler als früher, doch gehen mit dem Fortschritt immer auch neue Lasten einher. Was früher die Pest war, ist heute das HI-Virus, was der ausbeutende Adel war, ist heute der kapitalistische Staat. Die Terminologie hat sich geändert, ja, doch das Problem bleibt dasselbe. Unser ganzer Fortschritt führte zwar zu einem immer angenehmeren Alltag, brachte jedoch auch neues Leid mit sich. Leistungsdruck und Geldmangel an allen Ecken und Kanten bleibt uns auch – oder gerade heute nicht erspart und so kommt es auch dazu, dass vermeintliche Modekrankheiten wie “Burnout” die Runde machen.
Prinzipiell kann man also nicht sagen, dass früher alles besser gewesen sei. Dennoch stellt sich mir die Frage, ob das, was wir heute – und augenscheinlich schon seit Ewigkeiten – als fortschrittliches Dasein beschreiben, etwas ist, das ich mit meinem gesunden Verstand als erstrebenswertes Gut ansehen kann. Ich blicke mich um und sehe idealisierte Banalitäten, die die Meute blenden. TV-Programme auf absolut unterstem Niveau locken Millionen. Billiger Klatsch und Tratsch sind die Gesprächsthemen des Alltags und nicht etwa lohnenswerte, geistig fordernde Dinge wie Wirtschaft, Moral oder Ethik. Sicher, man muss nicht ständig alle Lamellen seines Hirns auf Hochtouren halten, doch sind die BILD und Galileo nichts Bildendes!
Dummheit obsiegt, so muss man meinen. Minderbemittelte arbeitslose Asoziale vermehren sich auf Gedeih und Verderb und das Bildungsbürgertum kümmert sich lieber um die Karriere, um in der heutigen Zeit überhaupt noch Schritt halten zu können. Früher wurde der Pöbel bewusst dumm gehalten, heute ist er es selbst, der sich dumm hält. Unsere Gesellschaft lässt kaum noch Platz für Familie und Karriere und so driften wir immer weiter in eine Richtung, in der die Zahl der Intelligenten im Nichts der Idiotie zu verschwinden droht. Fußballergebnisse und Promi-News sind die Themen, die die Menschen bewegen, doch wirklich erfüllend dürften diese eigentlich nicht sein.
Schaut man sich die Menschen in seinem Umfeld einmal genauer an, merkt man schnell, dass viele eine Unwissenheit beherbergen, die so grenzenlos erscheint, dass auch nur der kleinste Funken Bildung ein leuchtendes Feuer verursachen würde. Das Problem ist hierbei jedoch, dass sich so ziemlich jeder seinem Gegenüber überlegen fühlt und so versiegt der schallende Appell zumeist im seichten Öd, das die meisten als harte Faktizität verstehen und erreicht hauptsächlich die Majorität, vor der er eigentlich warnen sollte. Diamanten für die Säue sozusagen.
Die Ahnungslosigkeit wächst und der Drang nach Bildung verweilt bei viel zu vielen Menschen im Tiefschlaf. Nicht die Menschen in den Ländern der dritten Welt sind zu bedauern, wir sind es! Unsere Bequemlichkeit und Arroganz haben uns vom Pfad der Weisheit abgebracht und führen uns in eine Richtung, in der wir mit unserer Ignoranz auf der Strecke bleiben und von denen überholt werden, die wir bedauerten und, ob unserer geistigen Trägheit, wahrscheinlich auch beim Vorbeiziehen noch bedauern werden.
Moslems – Deutschlands neue Juden?
Ständig hört man in den Medien von einer gescheiterten Integration in Deutschland und immer steht die Frage am Ende, wer daran Schuld hat. Viele meinen es zu wissen und jeder schiebt dem Anderen die Schuld in die Schuhe, wobei es wie so oft die Mitte ist, die die Wahrheit spricht. Sowohl Moslems als auch Deutschland haben Schuld daran, dass es mit der Integration noch immer nicht so geklappt hat, wie man sich es wünschen würde.
Doch, wie wünscht man sich eine solche Integration überhaupt? Immerhin ist in den Medien nie die Rede von nicht integrierten Buddhisten, Juden oder Hinduisten. Es ist immer nur einer, der sich schlecht behandelt fühlt. Keine andere Religion zeigt einen solch vermeintlich unfairen Integrationswerdegang wie der Islam. Nun stellt sich die Frage nach dem Warum. Liegt es eventuell daran, dass im Verhältnis am meisten Moslems in Deutschland leben als Andersgläubige, oder ist es vielleicht sogar die Auffassung der eigenen Religion? Letztendlich ist fast alles immer Auslegungssache, doch da es hier um eine Meinung geht, die in diesem Land ja Gott sei Dank noch frei ist, wird ab hier nun eine nicht faktische Interpretation der Problematik dargelegt.
Ich bin der Ansicht, dass viele Moslems den Satz “Es gibt nur einen Gott und das ist Allah” zu ernst nehmen. Der christliche Glaube ist bekanntermaßen nicht mehr so stark verankert wie noch vor einigen Jahrhunderten, doch ist er trotzdem noch immer ein Bestandteil unseres Landes und stellt die Mehrheit der Bevölkerung. Nun werden immer wieder Stimmen laut, Deutschland müsse den Anhängern des Islams Moscheen bauen, damit diese ihre Gebete tätigen können. Ich frage mich jedoch, was mein persönlicher Glaube mit einem überdimensionalen Gebetshaus zu tun hat. Kann ich als Gläubiger nicht auch von Zuhause aus beten, oder mich – sollte ich mich nach Gleichgesinnten sehnen – in einer Stadthalle zum Gebet treffen? Ich habe nichts gegen Menschen, die einen Glauben haben, doch habe ich etwas gegen Menschen, die meinen, ein Land, das eine gänzlich andere religiöse und kulturelle Orientierung hat, sei dazu verpflichtet, Gebetshäuser für andere Glaubensrichtungen zu stellen.
So weit ich informiert bin, genügt ein simpler Teppich, um sein Gebet gen Mekka zu richten. Wieso um alles in der Welt muss ich um diesen Teppich herum dann ein immens teures Bauwerk errichten? Ich denke nicht, dass Allah einen hasst, weil man Zuhause und nicht in der Moschee gebetet hat. Hier zieht auch das Argument nicht, dass Christen Kirchen haben, die ihnen einen Platz zum Beten geben, da Deutschland – wie bereits erwähnt – ein christlich orientiertes Land ist und demnach dort auch Einrichtungen der eigenen Kultur stehen.
Trotz dessen bricht bei solchen Forderungen innerhalb Deutschlands immer eine heftige Diskussion aus, ob man den Moslems nun Moscheen bauen soll oder nicht. Mir kommt es jedoch so vor, als wollte man beim Islam das wieder gut machen, was man einst dem Judentum angetan hat. Keine andere fremde Religion wird in Deutschland derart diskutiert und mit Samthandschuhen behandelt wie der Islam. Baute man Moscheen, müsste man prinzipiell auch überall buddhistische und hinduistische Tempel und Klöster bauen, um auch diesen Glaubensrichtungen gerecht zu werden.
Sowieso scheißt sich nahezu jeder Politiker ein, wenn es um solche Diskussionen geht, da auch bei nur geringwertig Kontra gebenden Meinungsäußerungen immer irgendwelche Maulesel aufschreien und mit Dritte-Reiche-Vergleiche kommen. Der Islam muss ebenso wie alle anderen fremden Religionen oder Kulturen behandelt werden und darf nicht aufgrund von Fremdschämens – das es beim Thema Nazi-Deutschland meines Erachtens immer ist – eine gesonderte Stellung haben. Immerhin kann man die Verbrechen an Juden von Einst nicht mit Arschkriecherei bei Moslems von Heute wiedergutmachen.
Fakt ist zudem, dass man unter Moslems oftmals Dinge beobachtet, die entweder blanke Heuchelei oder schlichte Unwissenheit zeigen. So kann es beispielsweise nicht sein, dass ein muslimischer Mann seine Frau – oder mehrere – mit Kopftuch oder gar Burka hinter sich herspazieren lässt und gleichzeitig ein Smartphone am Ohr hat. Entweder man lebt die westliche Aufklärung oder nicht! Und so lange das noch Gang und Gebe ist, sollte man sich auch nicht schämen, Nein zu Forderungen von Muslimen zu sagen.
Was im Dritten Reich passiert ist war schlimm, ja, doch wie man es dem Tempus schon entnehmen kann: war – Vergangenheit. Mit den Verbrechern von Einst haben wir hier nichts gemein außer dem “D” in unseren Pässen und somit finde ich es nicht richtig, sich deswegen solchen Dingen immer noch mit Samthandschuhen anzunehmen. Abschließend muss natürlich auch gesagt werden, dass hier lediglich die Moslems gemeint sind, die sich für Dinge wie den vermehrten Bau von Moscheen aussprechen und sich ohnehin ungerecht behandelt fühlen.
1G1S – Ein Grund – Ein Satz
Unter der Kategorie “City weeks” ist schon kurz nach Anlaufen der Serie nichts mehr gekommen. Das liegt vornehmlich daran, dass ich es zeitlich oftmals nicht schaffe, termingerecht etwas zu schreiben und zumeist auch zu wenig Interessantes passiert, um einen größeren Textblock zu füllen.
Aus diesem Grund folgt in dieser Kategorie eine zweite Reihe, die sich hoffentlich länger halten wird. Das Gute an dieser Serie ist, dass sie mich kaum Zeit kostet, aber dennoch einen Einblick in mein Treiben gewährt.
1G1S nennt sich das neue Konstrukt und steht für “Ein Grund – ein Satz”. Dahinter versteckt sich genau das, was man vermuten mag: Ein Grund für einen Beitrag mit einem Satz zur Erklärung.
Zur Erkennung des Ganzen wird sich die Überschrift immer wie folgt gestalten: 1G1S – Titel
Gründe für einen solchen Beitrag kann es viele geben. Ein Film, den ich gesehen habe, ein Lied, das ich gehört habe oder eine Begebenheit, die mir passiert ist. Ebenso können politische Dinge Einzug in diese Sparte halten. Lasst euch also überraschen und genießt gleichsam meinen ersten Eintrag unter diesem Namen!
Demonstration gegen ACTA
Vor zwei Wochen nahm ich -zusammen mit Passy – an der ersten offiziellen Demonstration gegen ACTA in Stuttgart teil. Die Stimmung war – wenn man es bei einer Demo überhaupt so sagen kann – gut und das Wetter machte einigermaßen mit. Laut dem Demonstrationsleiter kamen wir im Ganzen auf eine stolze Masse von etwa 5000 Leutchen, die sich lauthals gegen das Antipiraterie-Abkommen aussprachen. Der Zug verlief anfangs recht geordnet und streifte durch abgesperrt Straßen, bis sich aus mir noch nicht erschlossenen Gründen ein Teil der Demonstranten absonderte und irgendwo anders hinzog. Dummerweise wusste unser Zug danach nicht mehr, wie der freigegebene Weg aussah und man versuchte sich zum Landtag durchzukämpfen. Als unsere polizeilichen Begleiter dann irgendwann kapierten, was wir als neues Ziel auserkoren hatten, ergriffen sie die Initiative und joggten an unserer Meute vorbei, um uns den Durchgang zu versperren. Witzigerweise beschlossen die Führer unseres Zugs daraufhin kurzerhand mit einem lauten “Links, links, links!” eine Straße früher abzubiegen und so die Sperre zu umgehen. Da das jedoch nicht ganz im Sinne der Exekutiven war, mussten wir etwas hasten, um nicht wieder eingeholt zu werden. Als man dann den Landtag erreichte, zog man direkt weiter und sah über eine Besetzung selbigen hinweg – wir sind ja brave Demonstranten. Etwas weniger brav war dann allerdings, dass wir eine nicht gesperrte, mehrspurige Straße unter Beschlag genommen und so die Polizisten zu etwas Kreativität angeregt hatten. Irgendwann traf man dann den einst verschollenen Rest der Truppe auf der Königsstraße wieder und zog noch kurz zusammen ans Ende der geplanten Route.
Alles in Allem ein wahrlich schöner Marsch mit etwas revolutionärem Touch. (“Wir demonstrieren gegen Kontrollen da wo wir es wollen!”) Auch wenn der Ausbruch etwas fies war, muss uns auch die Polizei zugestehen, dass wir sehr, sehr lieb und artig waren und es keine Auseinandersetzungen gab. War aber fast anzunehmen, da das Ziel von Anonymous ja friedliche Freiheit und nicht geknüppelter Aufstand lautet. *g*
Krones World
Mit “Krones World” hat ein neuer Link Einzug auf die Seite gehalten. Mit vielen interessanten Film- und Musiktipps der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lohnt sich diese Page für all diejenigen unter euch, die eines der beiden Dinge als Passion abhaken können und eventuell auf Werke gestoßen werden möchten, die ihrer Wahrnehmung bislang versagt blieben.
Einfach mal auf “Links” und “Krones World” klicken und mehr erfahren!
Ende der Freudenzeit
Tjo, mein Urlaub ging dem Ende hin und ich musste meine letzten freien Tage noch irgendwie entspannt gestaltet, um nicht ganz geplättet wieder in die Arbeitswelt eintreten zu müssen. Ganz so einfach war das jedoch nicht, da ich letzten Samstag meinen 24. Geburtstag feiern durfte und so die Pflicht hatte, auszuarten.
Donnerstag im Kessel schon etwas vorgelegt, ging es am Freitag dann zuerst auf den Weihnachtsmarkt und anschließend – wen wundert’s – ins Lehmann. Dort durfte ich dann neben meinen Stammpartyludern auch vier Freunde begrüßen, die normalerweise nicht dort anzutreffen sind. Mit vielen Gratulanten, viel Alkohol und jeder Menge Spaß begoss ich so meinen Eintritt ins nächste Lebensjahr und erwartete schon im Laufe des Abends, dass der Samstag sich eher ruhig gestalten würde. So war es dann auch. Über den Tag habe ich meine Zeit mit Schlaf und Entspannung verbracht, während ich abends im Juze das Abschiedskonzert von Blinded Halo besuchte. Der anschließende Gang ins Universum wurde allerdings fallen gelassen, da sowohl ich als auch alle anderen eventuellen Interessenten zu müde waren, um wieder bis in die frühen Morgenstunden zu feiern.
Das war an sich auch schon alles Interessante, was es aus der letzten Woche zu berichten gibt und so hoffe ich, euch kommenden Sonntag wieder pünktlich etwas Neues berichten zu können, ohne vom Partywochenende derart gebeutelt zu sein, dass nur Schlaf als attraktive Beschäftigung anerkannt wird.
